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Vielfältiger Austausch statt Einbahnstraßenkommunikation

Paderborn, 12. Juni 2013. Lange Vorträge und Reden oder, mit anderen Worten, eine „Einbahnstraßen-Kommunikation“ sucht man im Programm der Diözesanen Pastoralwerkstatt (26. bis 29. Juni 2013) vergebens. Stattdessen sollen offenes Gespräch und unterschiedliche Kommunikationsformen die mehrtätige Veranstaltung prägen, zu der 430 Frauen und Männer aus dem Erzbistum Paderborn ins Heinz Nixdorf MuseumsForum (HNF) nach Paderborn kommen werden. In großen und kleinen Gruppen, im Stehen und im Sitzen, im Hören auf Erfahrungen mit Veränderungsprozessen aus nichtkirchlichen Kontexten arbeiten sie an den Empfehlungen für geeignete Rahmenbedingungen der künftigen Pastoral im Erzbistum Paderborn.  

Schon am Mittwoch, im Rahmen der Eröffnungsfeier im Hohen Dom zu Paderborn, beginnt dieser Weg: Die Teilnehmer kommen an insgesamt 40 Stehtischen zusammen, um sich kennen zu lernen und über ihre Erwartungen an die Pastoralwerkstatt ins Gespräch zu kommen. Die „begehbare Kirchenlandschaft“ am Donnerstagmorgen im HNF ist ebenfalls als dialogisches Geschehen geplant: An jedem der 17 Erkenntnisorte stehen Ansprechpartner zur Verfügung, an Diskussionstischen kann man über das Gesehene reden. Zusätzlich bringen Kabarettisten die Teilnehmer über die Anliegen der Pastoralwerkstatt miteinander ins Gespräch.

Noch wichtiger ist Dialog und gegenseitige Verständigung für das anschließende Arbeitsprogramm, wenn in vier Großgruppen an den Perspektivbereichen „Taufberufung fördern“, „Ehrenamt – Engagement aus Berufung“, „Pastorale Orte und Gelegenheiten“ sowie „Caritas und Weltverantwortung“ weitergearbeitet wird. Zu den vielfältigen Kommunikationsformen zählen eine szenische Bibelarbeit, Podiumsgespräche mit externen Experten und so genannte „Innovationslaboratorien“, in denen Innovationsappelle entwickelt werden. Am Freitag stellen sich die Teilnehmer in insgesamt sieben Arbeitsgruppen die Frage, welche organisatorischen Rahmenbedingungen für die am Donnerstag formulierten Innovationsappelle notwendig sind. Auch dieser Arbeitsschritt erfolgt mit verschiedenen Gesprächsmethoden.

Viele Mitwirkende sorgen dafür, dass diese Methoden realisiert werden können und dass die erzielten Ergebnisse festgehalten werden: Insgesamt 16 Moderatoren unterstützen die Arbeitsgruppen bei der Erarbeitung ihrer Erkenntnisse, Dokumentatoren halten alle Ergebnisse fest. Immer wieder stehen Rückblicke und Zusammenfassungen der bereits erzielten Ergebnisse auf dem Programm, die von Veranstaltern und externen Beratern, aber auch von Kabarettisten und Improvisationskünstlern formuliert werden. Auch über Computer und Handy sind Kommentare und Rückmeldungen möglich.