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Gut vorbereitet für die Pastoralwerkstatt

Dr. Nadine Berendes freut sich darauf, während der Pastoralwerkstatt mit vielen "Gleichgesinnten" ins Gespräch zu kommen. Paderborn, 21. Juni 2013. Dr. Nadine Berendes aus Warburg-Nörde ist als Ehrenamtliche schon seit Jahren mitten drin im diözesanen Prozess „Perspektive 2014“: als PGR-Vorsitzende und kfd-Vorsitzende in Nörde, als Mitglied der Steuerungsgruppe, die das Pastoralkonzept für den Pastoralverbund Egge-Börde-Diemeltal entwickelt hat, als (Mit)Begründerin mehrerer Initiativen wie der neu organisierten Taufvorbereitung im Pastoralverbund oder einer neuen Mutter-Kind-Gruppe. Mit den vielen Erfahrungen, die sie in den vergangenen Jahren gesammelt hat, nimmt sie nun an der Diözesanen Pastoralwerkstatt im Heinz-Nixdorf-Museumsforum teil. Dort hofft sie vor allem, mit „Gleichgesinnten“ ins Gespräch zu kommen, die wie sie von Erfolgserlebnissen berichten können, aber auch von Schwierigkeiten, die Veränderungen manchmal mit sich bringen.

Die dicken Tagungsunterlagen, die drei Wochen vor Beginn der Werkstatt verschickt wurden, hat sie schon durchgearbeitet. „Es gibt in relativ kurzer Zeit viel zu bereden und zu erarbeiten, da muss man vorbereitet sein“, stellt sie fest. In den Unterlagen hat sie Fragen entdeckt, mit denen sie sich in ihrer ehrenamtlichen Arbeit immer wieder konfrontiert sieht und zu denen sie sich Anregungen erhofft. „Zum Beispiel heißt es an einer Stelle: ‚Erwachsenenkatechese wird künftig den Vorrang vor Kinderkatechese haben müssen’. Für mich ist nun aber die Frage: Wie kommt man überhaupt in Kontakt mit Erwachsenen, die nicht sowieso schon kirchlich organisiert sind? Meistens geht das nur über die Kinder.“

Am Donnerstagnachmittag nimmt sie an der Perspektivgruppe „Taufberufung fördern“ teil, was mit ihrem Engagement für die neu organisierte Taufvorbereitung im Pastoralverbund zusammenhängt. Im Rahmen dieser Taufvorbereitung erhalten zum Beispiel katholische Familien, die Nachwuchs bekommen haben, ein Glückwunschschreiben, einige Zeit später dann die Einladung zu Taufnachmittagen. Neu an der Taufpraxis im Pastoralverbund ist auch, dass in jedem Monat ein fester Taufgottesdienst gefeiert wird – immer in einer anderen Kirche.

Nadine Berendes will während der Diözesanen Pastoralwerkstatt mit anderen ehrenamtlich Engagierten ins Gespräch kommen, die wie sie schon viele Veränderungsprozesse erlebt haben. Besonders interessiert sie, wie andere Pastoralverbünde mit den Ängsten umgehen, die Veränderungen bei manchen Menschen auslösen und die eine Weiterentwicklung manchmal erschweren. Sie erhofft sich auch eine Stärkung im Glauben: „Trotz unterschiedlicher Meinungen und unterschiedlichen Herangehensweisen ist der Glaube das, was wir alle gemeinsam haben“, sagt sie. „Ich hoffe, dass das im Verlauf der Pastoralwerkstatt deutlich wird. Und ich hoffe, dass uns das, was wir erarbeiten, Kraft für unsere Arbeit vor Ort gibt. Wenn man dann noch sagen darf: ‚Ich habe daran mitgewirkt und konnte meinen Beitrag leisten, dass es mit dem Glauben im Erzbistum weiter geht.’, ist das ein gutes Gefühl.“