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Anliegen, Bitten und Hoffnungen an die Diözesane Pastoralwerkstatt

Zu Beginn der Liturgischen Eröffnungsfeier im Hohen Dom zu Paderborn trugen einige Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Diözesanen Pastoralwerkstatt ihre Anliegen, Bitten und Hoffnungen vor.

Verena Potthast, aus Erkeln im Pastoralen Raum Brakeler Bergland, als Ehrenamtliche Mitglied im Dekanatspastoralrat des Dekanates Höxter, berichtete von den Sorgen, die das Zusammenlegen von Pastoralverbünden zu größeren Räumen gerade im ländlichen Raum auslöse: Viele Menschen hätten Angst vor Heimatlosigkeit. Sie äußerte die Bitte, die Anliegen der Ehrenamtlichen in die Arbeit der Pastoralwerkstatt mit aufzunehmen. „Die Selbstverständlichkeit ihrer Arbeit bedarf einer Würdigung“, sagte sie. Von der Pastoralwerkstatt wünsche sie sich außerdem neue Impulse sowie starke Rahmenbedingungen für dien gutes Miteinander in der Kirche.

 

Jan-Philipp Krawinkel aus Paderborn, Diözesanvorsitzender der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG), sagte: „Ich wünsche mir eine tragende Pastoral für alle Generationen.“ Sein besonderes Anliegen sei es, dass auf der Pastoralwerkstatt auch die Stimme von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen gehört werde. Sie müssten erleben, dass sie wertvoll sind. Er hoffe, so Jan-Philipp Krawinkel, dass für sie auf der Pastoralwerkstatt Mitgestaltungsmöglichkeiten entwickelt würden. 

  Schwester Rita Kellner SCCP sprach für die vielen Ordensgemeinschaften im Erzbistum Paderborn. „So wie es verschiedene Ordensgemeinschaften gibt, gibt es auch Glaubende mit ganz unterschiedliche Voraussetzungen haben“, sagte sie. „Ich wünsche mir, dass wir jedem ermöglichen seinen Platz und seine Berufung zu finden.“

  „Ich freue mich darauf, mit anderen Menschen gleichberechtigt Ausschau zu halten nach Gott“, sagte Clemens Huerkamp aus dem Dekanat Emschertal, Mitglied im Diözesanpastoralrat und im Diözesankomitee. Er wünsche sich, dass auf der Diözesanen Pastoralwerkstatt das Weiterleben des Glaubens so zum Thema werde, dass Gemeinden den derzeitigen Umbruch nicht nur als Mangel erleben.

  Stefanie Berns, Leiterin des Referats Personalentwicklung im Erzbischöflichen Generalvikariat, sprach als Teilnehmerin und Moderatorin der Pastoralwerkstatt. „Ich wünsche mir, dass in den nächsten Tagen jeder jeden als unverzichtbaren Teil der Pastoralwerkstatt wahrnimmt“, sagte sie. „Eine Werkstatt ist ein Ort, an dem ein Gewerk ausgeübt wird. Und in dem Bewusstsein, etwas Neues fertigen zu können und nichts reparieren zu müssen, bin ich gespannt zu erleben, wie Netzwerke genutzt und erweitert werden, weil uns persönliche Anliegen und Ideen verbinden.“

  Pfarrer Manfred Pollmeier, Dechant des Dekanates Herford-Minden, sagte: „Ich wünsche mir Offenheit und Ehrlichkeit und eine Erfahrung des Heiligen Geistes.“

 

  Jeder der sechs Teilnehmer entzündete als Zeichen eine Kerze. In der Mitte stand eine siebte Kerze: Es handelte sich um die Kerze, die anlässlich der Amtseinführung von Erzbischof Hans-Josef Becker vor zehn Jahren entzündet worden ist. Erzbischof Becker entzündete diese Kerze heute ebenfalls und brachte damit seine eigenen Erwartungen an die Pastoralwerkstatt zum Ausdruck: „Ich wünsche mir für uns als Kirche von Paderborn eine offensive Grundeinstellung. Damit werden wir vieles meistern können. Lassen Sie uns mit unseren Grenzen umgehen, aber auch neue Möglichkeiten entdecken.“