Erkenntnisorte

Kurzporträts: Die 17 Erkenntnisorte der begehbaren Kirchenlandschaft in Wort und Bild

pdp Paderborn, 1. Juli 2013. Am Donnerstagvormittag lud eine "begehbare Kirchenlandschaft" mit 17 Erkenntnisorten, dazu ein, die bisherigen Erfahrungen aus dem Prozess der Perspektive 2014 zu "durchwandern" und nachzuvollziehen. Die Teilnehmenden der Diözesanen Pastoralwerkstatt nutzten die Gelegenheit, um sich zu informieren und gegenseitig auszutauschen. Die inhaltliche Konzeption der einzelnen Erkenntnisorte ist im Folgenden in Wort und Bild kurz zusammengefasst.

Erkenntnisort 1: Aufbau der neuen Pastoralen Räume

Am Erkenntnisort „Aufbau der neuen Pastoralen Räume im Erzbistum Paderborn“ sind Erkenntnisse aus zwei Erfahrungsbereichen zusammengeflossen, nämlich aus der Konzeptentwicklung in den Pastoralverbünden und den Beratungsprozessen zum Aufbau der Pastoralen Räume seit 2010.

pdp Aus der Sicht der Beraterinnen und Berater wurden Themen, Erkenntnisse, Herausforderungen und Empfehlungen erarbeitet. Diese waren Grundlage für die Gespräche mit den Gästen der Pastoralwerkstatt. Unter dem Motto „Auf zu neuen Ufern!“ wurden den Gästen kreative Möglichkeiten angeboten, um ihre Ideen, Wünsche und Erwartungen an die zukünftige Gestaltung der Pastoral einzubringen. Beraterinnen und Berater standen als Gesprächspartner zur Verfügung.    


Erkenntnisort 2: Projekt 2014admin

Das Projekt „2014admin“ hat das Ziel, die Verwaltung im Pastoralen Raum zu vereinfachen und die Leiter der Pastoralen Räume von Verwaltungsarbeit zu entlasten. Auf der Pastoralwerkstatt war das Projekt als Erkenntnisort mit dem „Pfarrbüro der Zukunft“ vertreten. Die Besucher erlebten die Situation in den Pfarrbüros durch einen kurzen Film über Ansprüche und Alltag.

pdp Sie lernten das entstehende Verwaltungshandbuch für den Alltag in den Pastoralen Räumen kennen, konnten sich über Arbeitsabläufe, Hilfsmittel und Materialien informieren. Für Fachfragen standen ihnen die Außendienstmitarbeiter (ADM) der Gemeindeverbände und Mitarbeiter der Fachabteilungen des Erzbischöflichen Generalvikariats zur Verfügung. Die Projekt-Mitarbeiter stellten neu entwickelte elektronische Hilfsdienste (Kalender für Gottesdienstplanung, digitaler Sitzungsdienst) vor, gaben Auskünfte und vermittelten Kontakte zu den Fachabteilungen und nahmen Anregungen und Wünsche entgegen.    


Erkenntnisort 3: Pastoral der Berufung

Der Erkenntnisort „Berufung“ thematisierte das Leben als berufener Christ im Allgemeinen. Als grundlegende theologische Richtungsanzeige diente dabei die Broschüre „Berufen zum Christsein“, die die Berufung als grundlegende Kategorie des Christ- und Menschseins vorstellte. Des Weiteren wurde ein Videoclip gezeigt, in dem verschiedene Personen in einem kurzen Statement die Fragen „Wie lebst du dein Christsein?“ und „Was tust du aus ganzem Herzen?“ beantworteten.

pdp Die Verschiedenheit der Statements zeigte das bunte Bild verschiedener Begabungen, Talente und Berufungen. Die Teilnehmer der Pastoralwerkstatt waren eingeladen, vor einer aufgestellten Kamera ihr eigenes Statement zu diesen Fragen abzugeben. Schließlich ging es an einer Stellwand um den Begriff „Charisma“. Dazu wurden Übersetzungshilfen des Wortes „Charisma“ angeboten, die von den Teilnehmern ergänzt werden konnten. Es bestand die Möglichkeit, auf einer zweiten Wand die Frage „Was ist mein Charisma?“ in einem kurzen Satz zu beantworten. Die Statements sollten den Reichtum der verschiedenen Charismen aufzeigen, die konkret in der Berufung zum Christsein zum Ausdruck kommen.


Erkenntnisort 4: Perspektivgruppe „Taufberufung fördern“

„Hör gut zu – der andere glaubt schon! – Katechese ist Dienst am Glauben der Menschen!“ Thesen dieser Art bildeten das Grundgerüst des Erkenntnisortes „Taufberufung fördern“. In den vergangenen Monaten haben sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Perspektivgruppe aus unterschiedlichen Zusammenhängen pastoraler Praxis immer wieder gefragt, auf welchen Wegen es gelingen kann, unseren Glauben Menschen näher zu bringen. Dabei reicht die Bandbreite der Impulse von „Gib den Glauben aus vollem Herzen weiter – und erwarte nichts!“ bis zu der Erkenntnis „Höre! Lerne! Lebe! Alles beginnt mit einer Sehnsucht! – Katechese muss Erfahrungen ermöglichen und Wissen vermitteln!“.

pdp Was sich hinter diesen Einsichten und Erkenntnissen verbirgt, welche praktischen und pastoralen Konsequenzen hier zu heben sind und welche Rahmenbedingungen einen solchen Prozess nach vorne bringen können, darüber herrschte an diesem Erkenntnisort reger Austausch. Die Meinungen, Erfahrungen und Einsichten aus der Praxis sollten so für die weitere Arbeit an den Konturen einer zukunftgebenden Sakramentenpastoral gewinnbringend eingeholt werden. Gemeinsam mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Pastoralwerkstatt sollten Wege entdeckt werden und zur weiteren Entfaltung ermuntern, dass die Taufberufung aller Christen zu einem lebendigen, Glauben und Leben fördernden Baustein der pastoralen Räume unseres Erzbistums wird.


Erkenntnisort 5: Ehrenamt – Engagement aus Berufung

Die große Zahl ehrenamtlich Engagierter in den verschiedensten Aufgabenbereichen der Pastoral ist eine der größten Stärken des Erzbistums. Diese Männer und Frauen, Jungen und Mädchen geben durch ihr Engagement der Kirche von Paderborn ein Gesicht. Sie leben in ihrem Tun ihre Berufung beziehungsweise haben die Chance, ihre Berufung im eigenen Tun zu erkennen.

pdp Diese engagierten Menschen wurden am Erkenntnisort der Perspektivgruppe „Ehrenamt – Engagement aus Berufung“ symbolisch durch fünf Figuren repräsentiert. Dabei stand jede Figur gleichzeitig für eine prägnante These im Zusammenhang mit der zukünftigen Förderung ehrenamtlichen Engagements im Erzbistum. Diese Thesen sind im Vorfeld in zahlreichen Werkstätten mit ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erarbeitet worden und wurden auf der Pastoralwerkstatt vorgestellt. Die Besucher des Erkenntnisortes waren eingeladen, auf kleinen Spruchkarten ihre Meinungen zu den Thesen festzuhalten und diese der Perspektivgruppe mit auf den weiteren Weg der Beratungen zu geben oder als Gedankenstütze für die weiteren Foren der Pastoralwerkstatt mitzunehmen.      


Erkenntnisort 6: Pastorale Orte und Gelegenheiten

„Ich sehe was, was Du nicht siehst“ – mit dieser Überschrift war der Erkenntnisort „Pastorale Orte und Gelegenheiten“ als „Pastoraler Sehtest“ gestaltet. Differenziert nach Männern und Frauen, Hauptberuflichen und Ehrenamtlichen sollte der Perspektivwechsel im Sehtest erfahrbar werden: weg von einer binnenkirchlichen Sichtweise hin zu einer weltoffenen Sicht von Kirche, die sich den Menschen in aller Vielfalt zuwendet.

pdp Denn an vielen Orten und in alltäglichen Situationen ist Gottes Wirken erfahrbar gemäß dem Bibelwort: „Wirklich der Herr ist an diesem Ort und ich wusste es nicht“ (Gen 28,16b). Von einem Podest aus konnte ein anderer Blick auf die Veranstaltung und im übertragenen Sinne damit auch auf die Kirche von Paderborn geworfen werden. Anregungen zur Veränderung und Resonanzen konnten notiert werden. Impulse zur Entwicklung von pastoralen Orten und Gelegenheiten boten 10 Thesen, die auf Brillenputztücher für den pastoralen Durchblick gedruckt waren und zur Diskussion anregten.      


Erkenntnisort 7: Perspektivgruppe „Caritas und Weltverantwortung“

Die Besucherinnen und Besucher der Pastoralwerkstatt wurden durch einen anregenden Kurzfilm („Herr im Haus“) in Permanentschleife für den diakonischen und weltverantwortlichen Auftrag von Kirche sensibilisiert.

pdp Von diesem Raum aus führte der Weg in eine Ausstellung, in der die Werke der Barmherzigkeit und ihre aktuelle Relevanz zu sehen waren. Hier waren auf sieben Stelen symbolische Gegenstände zu sehen und inhaltliche Bezüge durch Schlagzeilen auf den Seitenwänden der Stelen hergestellt. Die Ausstellung lud zur Reflexion und zum Gespräch ein und fragte nach Orten der Verantwortung von Christen in Gesellschaft und Welt.



Erkenntnisort 8: Tage der Berufung in den Dekanaten

Im Jahr 2012 wurden in den Dekanaten 17 „Tage der Berufung“ durchgeführt. Diese sehr unterschiedlich gestalteten Veranstaltungen führten alle zu der gleichen Erkenntnis: „Wirkliche Begegnung kann nur auf Augenhöhe gelingen.“ Oder negativ formuliert: „Ohne die Bereitschaft zum Dialog auf Augenhöhe kommt es zu verzerrten Wahrnehmungen.“

pdp Um solche Verzerrungen erfahrbar zu machen, wurden in der begehbaren Kirchenlandschaft Zerrspiegel aufgebaut und mit Textimpulsen versehen. Unter den Überschriften „Hauptberufliche – Ehrenamtliche“, „Meine eigene Berufung – die Berufung anderer“, „Berufung in der Kirche“, „Berufung in der Welt“, „Verzerrungen wegnehmen“, „Aus welcher Perspektive schaue ich?“ und „Berufung aus der Taufe“ sollte die Installation, in deren Mitte ein „Taufbrunnen“ aufgestellt war, zu Gesprächen anregen. Zugleich wurde eingeladen, durch die Formulierung der eigenen Gedanken und Erfahrungen eine umfassendere Sicht auf verzerrte und unverzerrte Begegnungen zu ermöglichen.      


Erkenntnisort 9: „Innovative Projekte“ mit Bistumsförderung

Im Oktober 2011 hat das Erzbistum Paderborn einen Fonds für innovative Projekte bereitgestellt. Mit ihm werden solche Initiativen gefördert, die Anliegen des diözesanen Prozesses „Perspektive 2014“ aufgreifen. Mehr als die Hälfte der insgesamt 100 Anträge, die an das Erzbischöfliche Generalvikariat Paderborn geschickt worden sind, wurden inzwischen bewilligt.

pdp Der Erkenntnisort „Innovative Projekte“ vermittelte einen Eindruck von der Vielfalt der Projekte, die mit Unterstützung des Fonds bereits verwirklicht worden sind. Zu sehen waren mehrere Objekte, die bei der Umsetzung der jeweiligen Initiative eine wichtige Rolle spielen oder Symbol für das gesamte Projekt sind. Personen, die innovative Projekte entwickelt haben, waren als Ansprechpartner am Erkenntnisort präsent. Auf einem Bildschirm wurden Videos von innovativen Projekten gezeigt. Informationsmaterial zu mehreren Projekten stand ebenfalls zur Verfügung.


Erkenntnisort 10: Pastorales Personal

An der Baustelle zum Erkenntnisort „Pastorales Personal“ hießen sieben Vertreterinnen und Vertreter der pastoralen Berufe in unserem Erzbistum die Besucher willkommen: ein Pfarrer als Leiter eines Pastoralverbundes, ein Pastor im Pastoralverbund, ein Vikar, ein Subsidiar, ein Diakon, eine Gemeindereferentin und eine Gemeindeassistentin. Sie waren Ansprechpartner für die Besucher des Erkenntnisortes und kamen mit ihnen ins Gespräch über ihr Engagement vor Ort in den vier Perspektivthemen „Taufberufung fördern“, „Ehrenamt – Engagement aus Berufung“, „Pastorale Orte und Gelegenheiten“ sowie „Caritas und Weltverantwortung“.

pdp Die Besucher betraten den Raum des Erkenntnisortes bei einer Stellwand, die ein „Haus der Personalentwicklung“ aller pastoralen Akteure vorstellte. Es lieferte erste personalentwicklerische Konsequenzen aus der Beschäftigung mit der Arbeitshilfe „Orientierung für das pastorale Personal im Erzbistum Paderborn“, deren Kerngedanken auf einer zweiten großen Stellwand präsentiert wurden. Auf einer Drehscheibe fanden sich – im Kern – der gemeinsame Auftrag aller Seelsorgerinnen und Seelsorger in den drei Grunddiensten, in den äußeren Kreisen die berufs- und rollenspezifischen Unterschiede zwischen den sieben Profilen. Schließlich waren die Besucher eingeladen, eine Baustelle aus (Papp-)Bausteinen zu betreten, die zur Beschriftung einluden. Hier konnten Fragen gestellt, Anregungen gegeben und Kritik geäußert werden – rund um die Themen des Personaleinsatzes und der Personalentwicklung. Insgesamt bot dieser Erkenntnisort den Besuchern an, sich mit der Berufswirklichkeit der pastoralen Berufsprofile auseinanderzusetzen, „Knackpunkte“, Anregungen und Empfehlungen auf die „Bausteine“ zu schreiben sowie bei Verlassen des Ortes "Bausteine" (Flyer mit den beiden Stellwänden) mitzunehmen.      


Erkenntnisort 11: Kirche und Schule im Erzbistum Paderborn

„Schule als pastoralen Ort entdecken“ – dazu lud der Erkenntnisort 11 auf dreifache Weise ein. Zunächst einmal konnten die Besucher sich interaktiv ins Thema einbringen und ihre Verbindung zu „Schule im pastoralen Raum“ an einer großen Schauwand kenntlich machen.

pdp Die vielfältigen Bereiche kirchlichen Engagements in Schule wurden am Stand anhand von vier Typen erfahrbar: Entwickler, Förderer, Kulturdiakone und Sprachkünstler. Über Bilder und Thesen, aber vor allem in Gesprächen mit Experten der jeweiligen Bereiche konnten die Besucher in Dialog treten. Sie konnten ihr Feedback geben, DAMIT und WIE Kirche auch zukünftig weiter Schule macht. An der Computerinsel mit sechs Arbeitsplätzen konnten sich die Besucher eigenständig informieren, WO Kirche Schule macht, was passiert, WENN Kirche Schule macht, und die Frage entdecken, was es braucht, DAMIT Kirche weiter Schule macht. Kleine Filmbeiträge, ein Quiz sowie ein virtueller Rundgang durch das Standgeschehen rundeten das Angebot ab.      


Erkenntnisort 12: Erwachsenenbildung im Erzbistum Paderborn

Die Katholische Erwachsenen- und Familienbildung stellte mit ihren 5 Katholischen Bildungsstätten (KBS), ihren 20 Katholischen Bildungswerken (KBW) und den 23 Bildpunkten ihre Erkenntnisse für die Pastoralwerkstatt vor.

pdp Zudem brachten auch die 5 Bildungshäuser des Erzbistums ihre Erkenntnisse und Erfahrungen ein. Die Erwachsenenbildung will im Hinblick auf die pastoralen Entwicklungen im Erzbistum ihren Beitrag in Form einer zeitgemäßen Bildung einbringen. In sechs zentralen Bereichen stellte sie ihre Herausforderungen für die Zukunft beziehungsweise erste erprobte Ansätze vor:  

1.         Nah bei den Menschen sein
2.         Auf der Höhe der Zeit sein
3.         Pastorale Orte schaffen
4.         Alle in den Blick nehmen
5.         Bildung vernetzen
6.         Den Horizont erweitern  

Die Teilnehmenden der Pastoralwerkstatt erhielten Gelegenheit, sich am Erkenntnisort Erwachsenenbildung anhand von Beispielen in einem Kurzfilm über diese 6 Erkenntnisbereiche zu informieren. Ausführlicher konnte dies noch über eine E-Learning-Plattform der KEFB geschehen. Die Teilnehmenden konnten sich an bereitstehenden Rechnern auf diese Plattform begeben, für sie interessante Erkenntnisbereiche auswählen und anhand von weiteren Beispielen die Herausforderungen der Bildungsarbeit genauer kennen lernen.      

Erkenntnisort 13: Katholische Jugendarbeit  

Film
Am Eingang des Erkenntnisortes lief der Imagefilm der katholischen Jugendarbeit als Blickfang.  

Sinus-Feld
Auf dem Boden lag eine große Sinus-Karte. Auf der Karte standen Schaufensterpuppen, die den Milieus entsprechend gekleidet waren. Dies sollte die Bandbreite der erreichten Milieus durch die katholische Jugendarbeit zeigen.

pdp Erkenntnistafeln
Auf fünf großen Stellwänden waren die Erkenntnisse aus der Jugendarbeit bezogen auf die vier Perspektivbereiche und der Rahmenbedingungen für die Katholische Jugendarbeit dargestellt. Die Besucher konnten hier lesen, „gefällt mir“-Stempel unter die Thesen setzen, aber auch eigene Kommentare hinterlassen.  

Kirche aus der Brille junger Menschen
Hier gab es eine Wand, durch die man auf Filme schauen konnte, in denen junge Menschen ihre Meinung zur Kirche sagen.  

Felder der Katholischen Jugendarbeit
Die vier Felder der katholischen Jugendarbeit (verbandliche Arbeit, Offene Kin-der- und Jugendarbeit, pfarrliche Jugendarbeit, Jugendbildungsstätten) wurden durch Aufsteller dargestellt, auf denen junge Menschen abgebildet mit einer persönlichen Aussage waren.


Erkenntnisort 14: Caritas und Einrichtungen als pastorale Orte

Exemplarisch stellten fünf Einrichtungen ihren Tätigkeitsschwerpunkt im Blick auf pastorale und seelsorgliche Angebote vor. Dazu stellten charakteristische Symbole die unterschiedlichen Einrichtungsarten dar.

pdp Kurze, prägnante Texte informierten weitergehend und die Lebenswelten der Bewohnerinnen und Bewohner, Patientinnen und Patienten, Gäste, Kinder und Mitarbeitenden vergegenwärtigen. Zugleich wurde auf Schautafeln über das Verständnis und den Sinn von Seelsorge in caritativen Einrichtungen als pastorale Orte informiert. Herausforderungen und Fragen luden zum Gespräch ein, für das Vertreterinnen und Vertreter aus den unterschiedlichen Bereichen bereit standen. Besucher konnten sich an einer Moderationswand aktiv beteiligen und Rückmeldungen geben.      


Erkenntnisort 15: Berufungskampagne DEIN LEBEN – DEINe BERUFung

Der Erkenntnisort war geprägt von einer überdimensionalen Waage, in die die Besucher Tennisbälle legen konnten, so dass eine entsprechende Gewichtung zwischen „Energie-Quellen“ und „Energie-Killern“ sichtbar wurde.

pdp Inwiefern hat ein ausbalanciertes Leben mit unserer eigenen Berufung zu tun? Neben dieser Frage sollten durchaus eigene Assoziationen mit dem Thema „Work-Life-Balance“ hervorgerufen und ins Wort gebracht werden können. Die Teilnehmenden der Pastoralwerkstatt konnten sich auf Schautafeln über die Kampagne informieren und eigene Gedanken, Anregungen und Kritikpunkte benennen. Moderatorinnen und Moderatoren der Caritas-Balance standen zum Gespräch bereit.  


Erkenntnisort 16: Arbeitsgemeinschaft der katholischen Erwachsenenverbände im Erzbistum Paderborn (AGV) (16 b) – Frauensichten in Erwachsenenverbänden (16 a)

Unter dem Motto „Verbände öffnen Türen“ lud die Arbeitsgemeinschaft Katholischer Erwachsenenverbände in ihren Erkenntnisort ein.

pdp Eine große, schwere Eichentür stand dazu mittig am Erkenntnisort der Verbände und lenkte den Blick auf das zentrale Anliegen der Verbände lenken: Welche Türen müssen in welche Richtung geöffnet werden? Zu beziehungsweise für welchen Personenkreis müssen Türen aufgeschlossen werden? Und wie kann das Tun der Verbände im Pastoralen Raum vernetzt werden? Dies waren nur einige Fragen, die auf Grundlage von 10 Thesen, die in der Vorbereitung auf diesen Tag formuliert wurden, diskutiert wurden. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren eingeladen, ihre Antworten auf Postkarten zu schreiben, deren Inhalte dann in die weiteren Gespräche einfließen werden.

Frauenverbände im Erzbistum Paderborn senden Signale

"Die Perspektiven in unserem Erzbistum brauchen eine deutliche geschlechter-sensible Pastoral" - zur Verwirklichung dieser These wollen die Frauen ihren Beitrag leisten.

pdpFrauen können für die Gestaltung der Kirche auch in Zukunft gewonnen werden, vorausgesetzt sie finden Wertschätzung, Förderung ihrer Fähigkeiten und ein partnerschaftliches Zusammenwirken auf Augenhöhe.

Bei der jungen Generation und nach außen wird eine Kirche sichtbar, die von Männern geleitet und von Frauen getragen wird – als einer unveränderbaren Komponente. Insbesondere bei Frauen führt dies zum Rückzug. Ein Leuchtturm mit Signalleuchte „sendete“ am Erkenntnisort die Signale der Frauenverbände im Erzbistum Paderborn. Gebaut von den Jugendlichen der St. Lioba Werkstätten Paderborn wurden die Aussagen von dort auf eine Leinwand projiziert. Am Fuße des Leuchtturms auf einer Kirchenbank sitzend, lud „die Katholikin“ die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein, ihre Sichtweisen zu Frauen in der Kirche dem Erzbischof von Paderborn mitzuteilen.  


Erkenntnisort 17: Orden im Erzbistum

Die Besucher des Erkenntnisortes „Orden im Erzbistum“ waren mittels verschiedener Elemente eingeladen, die Vielfalt der Ordensgemeinschaften im Erzbistum Paderborn und deren Spiritualität kennen zu lernen:

pdp Auf sechs großen Schautafeln stellten die Orden sich selbst vor, schilderten ihre Erkenntnisse und benannten ihre Herausforderungen. So wurde die Präsenz der Ordensgemeinschaften beispielsweise als „Pastoral der Anwesenheit“ vorgestellt. In einem großen Fürbittbuch waren die Besucher eingeladen, ihre eigenen Gebetsanliegen zu formulieren, die von den Gemeinschaften in deren Gebet mit aufgenommen werden. Ein großes Kreuz mit Stühlen ringsherum diente den Besuchern als spirituelle Rückzugszone.  

 

PRESSEMELDUNG zur "begehbaren Kirchenlandschaft"